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Startseite -> Joseph von Eichendorff -> Joseph von Eichendorff - Die zwei Gesellen Gedicht
Dieses Gedicht per Email verschicken Es zogen zwei rüstge Gesellen
zum erstenmal von Haus,
so jubelnd recht in die hellen,
klingenden, singenden Wellen
des vollen Frühlings hinaus.

Die strebten nach hohen Dingen,
die wollten, trotz Lust und Schmerz,
was Rechts in der Welt vollbringen,
und wem sie vorüber gingen,
dem lachten Sinnen und Herz.

Der erste, der fand ein Liebchen,
die Schwieger kauft' Hof und Haus;
der wiegte gar bald ein Bübchen,
und sah aus heimlichem Stübchen ;
behaglich ins Feld hinaus.

Dem zweiten sangen und logen
die tausend Stimmen im Grund,
verlockend' Sirenen, und zogen
ihn in der buhlenden Wogen
farbig klingenden Schlund.

Und wie er auftaucht' vom Schlunde,
da war er müde und alt,
sein Schifflein das lag im Grunde,
so still wars rings in die Runde,
und über die Wasser wehts kalt.

Es singen und klingen die Wellen
des Frühlings wohl über mir;
und seh ich so kecke Gesellen,
die Tränen im Auge mir schwellen
ach Gott, führ uns liebreich zu Dir!
Joseph von Eichendorff
Familienähnlichkeit

Zwei Arten von Getieren,
Nach einem Schliff geschliffen:
Aufwarten, apportieren,
So wie der Herr gepfiffen.

Wo zwei zusammenlaufen,
Zaust einer dem andern die Ohren,
Und all zusammen raufen
Den Bruder, der verloren.

Die einen nennt man Hunde,
Die andern heißen Deutsche.
's ist einerlei im Grunde,
Und beiden gebühre die Peitsche.

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21.05.2012, 22:07 Uhr