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Startseite -> Matthias Claudius -> Matthias Claudius - Die Mutter bei der Wiege Gedicht
Dieses Gedicht per Email verschicken Schlaf, süßer Knabe, süß und mild!
Du, deines Vaters Ebenbild!
Das bist du; zwar dein Vater spricht,
du habest seine Nase nicht.

Nur eben jetzo war er hier
und sah die ins Gesicht,
und sprach: "Viel hat er zwar von mir,
doch meine Nase nicht."

Mich dünkt es selbst, sie ist zu klein;
doch muß es seine Nase sein;
denn wenn's nicht seine Nase wär',
wo hätt'st du denn die Nase her?

Schlaf Knabe; was dein Vater spricht,
spricht er wohl nur im Scherz;
hab immer seine Nase nicht,
und habe nur sein Herz!

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07.02.2012, 20:06 Uhr