Denk ich an Deutschland in der Nacht, Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen.
Die Jahre kommen und vergehn!
Seit ich ...
Schweigt der Menschen laute Lust: Rauscht die Erde wie in Träumen
Wunderbar mit allen Bäumen,
Was dem Herzen kaum bewußt,
Alte Zeiten, linde Trauer,
Und es schweifen leise Schauer
Wetterleu...
Schläft ein Lied in allen Dingen,Die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort....
O Täler weit, o Höhen,O schöner, grüner Wald,
Du meiner Lust und Wehen
Andächtger Aufenthalt!
Da draußen, stets betrogen,
Saust die geschäftge Welt,
Schlag noch einmal die Bogen
Um mich, du gr...
Komm, Trost der Welt, du stille Nacht!|: Wie steigst du von den Bergen so sacht, :|
|: Die Lüfte alle schlafen, :|
|: Ein Schiffer nur noch wandermüd', :|
Singt übers Meer sein Abendlied
Zu Gott...
In einem kühlen Grunde,Da geht ein Mühlenrad,
Mein' Liebste ist verschwunden,
Die dort gewohnet hat.
Sie hat mir Treu versprochen,
Gab mir ein'n Ring dabei,
Sie hat die Treu gebrochen,
Mei...
Es zogen zwei rüstge Gesellen zum erstenmal von Haus,
so jubelnd recht in die hellen,
klingenden, singenden Wellen
des vollen Frühlings hinaus.
Die strebten nach hohen Dingen,
die w...
Es war, als hätt' der Himmel Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt'.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wäl...
Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand
Und hörte aus weiter Ferne
Ein Posthorn im stillen Land.
Das Herz mir im Leibe entbrennte,
Da hab ich mir heimlich ged...
Dämmrung will die Flügel spreiten,Schaurig rühren sich die Bäume,
Wolken ziehn wie schwere Träume -
Was will dieses Graun bedeuten?
Hast ein Reh du lieb vor andern,
Laß es nicht alleine grasen...
Vor seiner Hütte ruhig im Schatten sitztDer Pflüger; dem Genügsamen raucht sein Herd.
Gastfreundlich tönt dem Wandrer im
Friedlichen Dorfe die Abendglocke.
Wohl kehren itzt die Schiffer z...
Rings um ruhet die Stadt; still wird die erleuchtete Gasse, Und, mit Fackeln geschmückt, rauschen die Wagen hinweg.
Satt gehn heim von Freuden des Tags zu ruhen die Menschen,
5 Und Gewinn...
Nur Einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen! Und einen Herbst zu reifem Gesange mir,
Daß williger mein Herz, vom süßen
Spiele gesättiget, dann mir sterbe.
5 Die Seele, der im Leben ihr...
Lange lieb' ich dich schon, möchte dich, mir zur Lust,Mutter nennen, und dir schenken ein kunstlos Lied,
Du, der Vaterlandsstädte
Ländlichschönste, soviel ich sah.
Wie der Vogel des Walds über...
Ihr wandelt droben im LichtAuf weichem Boden, selige Genien!
Glänzende Götterlüfte
Rühren euch leicht,
Wie die Finger der Künstlerin
H...
Größers wolltest auch du, aber die Liebe zwingtAll uns nieder, das Leid beuget gewaltiger,
Doch es kehret umsonst nicht
Unser Bogen, woher er kommt.
Aufwärts oder hinab! Herrschet in heilger Na...
Zum Kampf der Wagen und Gesänge,der auf Korinthus' Landesenge
der Griechen Stämme froh vereint,
zog Ibykus, der Götterfreund.
Ihm schenkte des Gesanges Gabe,
der Lieder süßen Mund Apoll;
So wan...
Zu Dionys, dem Tyrannen, schlichDamon, den Dolch im Gewande:
Ihn schlugen die Häscher in Bande,
"Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!"
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
"Die Stadt vom Tyran...
