Europa von Arne Arotnow
Europa hieß da eine Maid,die in Phönizien einst erwuchs.
Es war vor langer, langer Zeit,
da wurd sie Opfer eines Trugs.
Sie war umringt von lauter Gold
und wohnte im Palast sogar,
doch war da...
Manchmal mache ich gar nichts gern,
ich lege mich dann
in mein Sessel und sehe Fern;
doch dabei beschäftigt
mich die Frage,
dass ich damit doch
etwas getan habe.
Und habe ich auch
dazu k...
Der Herbst verwebt die Sommerfarbenineinander voller Lust.
Leuchtend satte Lichtergarben
überfluten seine Brust.
Er wirft mit sinnlich-warmen Händen
reife Früchte auf die Flur
und verströmt ...
Wenn deine Lippen mich berühren,durchdringt mich sinnenfrohe Lust.
Auch deine Sehnsucht kann ich spüren -
ich fühl den Schauder deiner Brust.
Dein Schoß hat Feuer schon gefangen,
er drängt sich ...
Urahne, Großmutter, Mutter und KindIn dumpfer Stube beisammen sind;
Es spielet das Kind, die Mutter sich schmückt,
Großmutter spinnet, Urahne gebückt
Sitzt hinter dem Ofen im Pfühl -
Wie wehen d...
Süsse Ruh, süsser Taumel im Gras, Von des Krautes Arome umhaucht,
Tiefe Flut, tief tief trunkne Flut,
Wenn die Wolk am Azure verraucht,
Wenn aufs müde, schwimmende Haupt
Süsses Lachen gaukel...
Schaust du mich an aus dem KristallMit deiner Augen Nebelball,
Kometen gleich, die im Verbleichen;
Mit Zügen, worin wunderlich
Zwei Seelen wie Spione sich
Umschleichen, ja, dann flüstre ich:
Ph...
Schweigt der Menschen laute Lust: Rauscht die Erde wie in Träumen
Wunderbar mit allen Bäumen,
Was dem Herzen kaum bewußt,
Alte Zeiten, linde Trauer,
Und es schweifen leise Schauer
Wetterleu...
O Täler weit, o Höhen,O schöner, grüner Wald,
Du meiner Lust und Wehen
Andächtger Aufenthalt!
Da draußen, stets betrogen,
Saust die geschäftge Welt,
Schlag noch einmal die Bogen
Um mich, du gr...
Komm, Trost der Welt, du stille Nacht!|: Wie steigst du von den Bergen so sacht, :|
|: Die Lüfte alle schlafen, :|
|: Ein Schiffer nur noch wandermüd', :|
Singt übers Meer sein Abendlied
Zu Gott...
Es zogen zwei rüstge Gesellen zum erstenmal von Haus,
so jubelnd recht in die hellen,
klingenden, singenden Wellen
des vollen Frühlings hinaus.
Die strebten nach hohen Dingen,
die w...
Rings um ruhet die Stadt; still wird die erleuchtete Gasse, Und, mit Fackeln geschmückt, rauschen die Wagen hinweg.
Satt gehn heim von Freuden des Tags zu ruhen die Menschen,
5 Und Gewinn...
Lange lieb' ich dich schon, möchte dich, mir zur Lust,Mutter nennen, und dir schenken ein kunstlos Lied,
Du, der Vaterlandsstädte
Ländlichschönste, soviel ich sah.
Wie der Vogel des Walds über...
Was rennt das Volk, was wälzt sich dortDie langen Gassen brausend fort?
Stürzt Rhodus unter Feuers Flammen?
Es rottet sich im Sturm zusammen,
Und einen Ritter, hoch zu Roß,
Gewahr ich aus dem Me...
Wie herrlich leuchtet Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!
Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen
Aus dem Gesträuch
Und Freud' und Wonne
Aus jeder ...
Mahadöh, der Herr der Erde,Kommt herab zum sechsten Mal,
Daß er unsersgleichen werde,
Mit zu fühlen Freud und Qual.
Er bequemt sich, hier zu wohnen,
Läßt sich alles selbst geschehn.
Soll er s...
Der du von dem Himmel bist,Alles Leid und Schmerzen stillest,
Den, der doppelt elend ist,
Doppelt mit Erquickung füllest,
Ach, ich bin des Treibens müde!
Was soll all der Schmerz und Lust?
Sü...
Ich sehe oft um Mitternacht,Wenn ich mein Werk getan
Und niemand mehr im Hause wacht,
Die Stern' am Himmel an.
Sie gehn da, hin und her zerstreut
Als Lämmer auf der Flur;
In Rudeln auch, und au...
Schön ist, Mutter Natur, deiner Erfindung Pracht,Auf die Fluhren verstreut; schöner ein froh Gesichte
Das den großen Gedanken
Deiner Schöpfung noch einmahl denkt.
Von der schimmernden See wein...
